Literatur am Abend: Montag, 3. Dezember, 19 Uhr
Weihnachtsfeier 19 Uhr, Lilian Loke - Auster u. Klinge





Buchwahl - Stimmzettel


bis Samstag, 1. Dezember


wird folgendermaßen abgestimmt: Jeder wählt seine fünf liebsten Titel mithilfe des Tools. Das Buch an erster Stelle erhält fünf Punkte, das zweite vier usw.

Gewertet wird folgendermaßen:
Es werden nur die ersten fünf Nennungen berücksichtigt; bei Punktgleichstand mehrerer Titel entscheidet die Anzahl der Nennungen innerhalb der gewählten Bücher.
Das Ergebnis gibt es auf der Weihnachtsfeier am 3. Dezember.



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Die Vorschläge:


María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten   (KB)
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Klappentext: Shortlist Deutscher Buchpreis 2018: »Nachtleuchten«. In ihrem neuen Roman erzählt María Cecilia Barbetta von der gespenstischen Atmosphäre am Vorabend eines politischen Umsturzes. Sie sind aus der ganzen Welt gekommen und haben sich in Buenos Aires eine Existenz aufgebaut. In dem Viertel Ballester kämpfen sie jeder auf seine Art für den Aufbruch, die Revolution und eine bessere Zukunft – Teresa und ihre Klassenkameradinnen in der katholischen Mädchenschule ebenso wie Celio, der Friseur in der »Ewigen Schönheit«, oder die Mechaniker der Autowerkstatt »Autopia«. Doch politische Spannungen zerreißen das Land, Aberglaube und Gewalt schleichen sich in die Normalität. Mit einem feinen Gespür für die Poesie des Alltags erzählt die in Argentinien geborene María Cecilia Barbetta von der Liebe zum Leben in Zeiten des Umbruchs.


Autor/in: María Cecilia Barbetta wurde 1972 in Buenos Aires geboren, wuchs in dem Einwandererviertel Ballester, in dem ihr Roman »Nachtleuchten« spielt, auf und besuchte dort die deutsche Schule. 1996 zog sie nach Berlin und blieb. Ihr erster Roman, »Änderungsschneiderei Los Milagros« (2008), wurde unter anderem mit dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Ihr zweiter Roman über den Vorabend eines politischen Umsturzes, »Nachtleuchten« (2018), wurde mit dem Alfred-Döblin-Preis geehrt und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. María Cecilia Barbetta schreibt auf Deutsch. »Nachtleuchten« wird für seine politische Botschaft und die virtuose Sprachkunst gefeiert.


528 Seiten
KB meint:


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Paul Beatty: Der Verräter (ke)
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Klappentext: Eine bissige, kühne Satire über eine Gesellschaft, die ihre ethnische Spaltung noch lange nicht hinter sich gelassen hat.

Dickens, ein Vorort von Los Angeles, ist der Schandfleck der amerikanischen Westküste: verarmt, verroht, verloren. Zugleich ist es der ganze Stolz seiner schwarzen Einwohner, eine Bastion gegen die weiße Vorherrschaft. Hier zieht der Erzähler von "Der Verräter" friedlich Wassermelonen und Marihuana. Doch als sein bürgerrechtsbewegter Vater durch Polizeigewalt stirbt und die Gentrifizierung den gesamten Vorort auszuradieren droht, wird er unversehens zum Anführer einer neuen Bewegung: Mit seinem Kompagnon Hominy, alternder Leinwandheld aus "Die kleinen Strolche", führt er Sklaverei und Rassentrennung wieder ein ...


Autor/in: PAUL BEATTY, 1962 geboren, zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Autoren der Gegenwart. Begonnen hat er als Lyriker, schnell avancierte er zum Star der New Yorker Slam-Poetry-Szene. Seine Romane haben in den USA Kultstatus. Für »Der Verräter« wurde Beatty mit dem National Book Critics Circle Award sowie – als erster Amerikaner – mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet. Paul Beatty lebt in New York.


352 Seiten
ke meint: Man Booker Prize 2016 - jetzt in dt. Übersetzung

»Mit ›Der Verräter‹ hat Beatty nicht nur einen anmaßenden, überdrehten, unerschrockenen Roman geschrieben. Sondern einen Weckruf.«
Dennis Pohl / SPIEGEL ONLINE (11.11.2018)
»Selbst wenn man alle unkorrekten Witze aller berüchtigten amerikanischen Comedians zusammennimmt, wird man nicht annähernd die Dichte erreichen, die Paul Beattys Roman ›Der Verräter‹ aufbietet.«
Jan Wiele / Frankfurter Allgemeine Zeitung (06.10.2018)
»Das Buch ist bis zum Bersten der Sprache gefüllt mit den Elementen einer schwarzen Kultur, die das ganze 20. Jahrhundert umfasst, und mit einem Humor, der sie permanent in Frage stellt.«
Hubert Winkels / Süddeutsche Zeitung (09.10.2018)
»Es ist eine grandiose, bitterböse Dystopie, die Beatty entwirft. Sprachlich brilliant!«
Das Erste / ttt - titel, thesen, temperamente (14.10.2018)


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Rachel Cusk: Kudos (BT)
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Klappentext: Faye ist Schriftstellerin und unterwegs, ihren neuen Roman vorzustellen. Für sie scheint diese Reise lebensentscheidend. Nicht nur hofft sie, endlich die ihr gebührende öffentliche Anerkennung zu finden, sie sucht vor allem Abstand zu einer privaten Katastrophe. Sie begegnet Kollegen, die sich um Kopf und Kragen reden, sie bestreitet Bühnengespräche, in denen man ihr nicht zuhört und sie gibt Interviews, ohne wirklich selbst zu Wort zu kommen. Doch je mehr sie sich auf die anderen einlässt, umso deutlicher wird Faye, was jenseits all der Geschichten und Fiktionen liegt, mit denen die Menschen sich fast obsessiv wappnen. Die Konsequenz, die Faye für sich daraus zieht, ist einleuchtend - führt sie aber geradewegs zurück in die Bodenlosigkeit ihrer persönlichen Situation.


Autor/in: Rachel Cusk, geboren 1967 in Kanada, aufgewachsen in Los Angeles. 1974 kam sie nach Britannien. Sie studierte Literatur in Oxford und lebt heute in Brighton. Cusk ist mit dem Künstler Siemon Scamell-Katz verheiratet und hat zwei Kinder. Sie hat bisher acht Romane veröffentlicht und drei weitere Bücher.


"Kudos" ist der dritte Roman einer Trilogie, die in den USA von Magazinen wie dem New Yorker (der ein langes Porträt über sie brachte) als ein Versuch der Neudefiniton der Romanform begrüßt wurde.



215 Seiten
BT meint: Es geht ums Scheitern und Damitfertigwerden.
Um zwischenmenschliche Begegnungen und daraus sich ergebenden philosophischen Betrachtungen.
Es ist kein spannender Roman,sondern es sind eher Schilderungen von Situationen,die einen ( mich ) so in Bann ziehen,dass es einen nicht mehr loslässt.


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Jennifer Egan: Manhattan Beach (ut)
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Klappentext: Tauchen Sie ein in das vibrierende New York der 30er und 40er Jahre, folgen Sie einer unvergesslichen Heldin in eine Zeit, in der alles auf dem Spiel steht. New York - von der Marinewerft in Brooklyn zu den schillernden Nachtclubs in Manhattan, von den Villen auf Long Island zu den Absteigen in der Bronx. 1942 sind die Männer an der Front, die Frauen stehen in der Fabrik. Aber Anna möchte ein besseres Leben. Seitdem der Vater verschwunden ist, sorgt sie für ihre Mutter und die pflegebedürftige Schwester. Während Anna den Vater nicht vergessen kann, verfolgt sie bestimmt ihren großen Traum: Unter die gigantischen Kriegsschiffe an den Docks möchte sie tauchen, um sie zu reparieren. Ein Beruf zu gefährlich für eine Frau - genauso wie die New Yorker Unterwelt, in der sich die Spur ihres Vaters verlor.


Autor/in: Die US-Autorin Jennifer Egan wurde 2011 für ihren Roman "Der größere Teil der Welt" mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. 2015 wurde dieser Roman von der BBC-Auswahl der besten 20 Romane von 2000 bis 2014 zu einem der bislang bedeutendsten Werke dieses Jahrhunderts gewählt.


496 Seiten
ut meint: "Jennifer Egan schreibt unkonventionell, mitreißend, überzeugend und niemals banal."
aus: http://www.hamburgershortlist.de/empfehlung/jennifer-egan-der-groessere-teil-der-welt


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Nana Ekvtimishvili: Das Birnenfeld (BO)
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Klappentext: Es ist eine unerbittliche,ergreifende Geschichte aus den 1990er Jahren, in den alles zusammenbrach, erst die Sowjetunion, dann die Stromversorgung, Heizung, Wirtschaft und dann die Familien.Die Geschichte spielt in einem Außenbezirk der Stadt neben Plattenbauwüste und Industrie....


Autor/in: Nana ist selbst in einem Plattenbau aufgewachsen, Sie war 12 Jahre alt, als Georgien in dei Unabhängigkeit entlassen wurde.
Geschrieben hat sie schon immer und alle Menschen um sie herum
taten das auch. Sie schreibt nicht nur, sondern dreht auch Filme und lebt in Berlin und Tiflis gleichermassen.


221 Seiten
BO meint: Georgier sind großartige Erzähler(fast alle). Sie haben es sogar geschafft in der Sowjetzeit, ihren eigenen Stil zu behalten. Ein großartiges Land, das ich selbst besucht habe.
Die Menschen sind gebildet und lesen viel, auch heutzutage noch.   


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Annie Ernaux: Erinnerung eines Mädchens (AK)
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Klappentext: Sommer 1958: Annie Duchesne wird 18 Jahre alt. Sie arbeitet als Betreuerin in einer Ferienkolonie. Sie findet in eine Clique, zusammen feiern sie Feten, genießen ihre Jugend. Und Annie ist in H. verliebt, mit ihm hat sie ihr erstes Mal. Eine Nacht, die einen anhaltenden Schock bedeutet. Denn H. ignoriert sie fortan, sie weiß nicht, wohin mit sich und lässt sich auf andere ein. Schnell ist sie verfemt. Was folgt, sind Ausgrenzung, der Hohn der anderen, ihre eigene Scham. Und Schweigen. Denn über 55 Jahre braucht Annie Ernaux, um sich dieser "Erinnerung der Scham" stellen zu können - anhand von Fotografien und Briefen schreibt sie von einer Zeit, die sich in ihren Körper gebrannt hat. Die ihre Moral, ihre Sexualität, ihr ganzes langes Leben geprägt und bestimmt hat. Annie Ernaux erzählt von ihrer ersten sexuellen Begegnung - von Macht, Ohnmacht und Unterwerfung. Von einer Wunde, die niemals ausgeheilt ist. Und vom teuer bezahlten Erkennen des eigenen Werts.


Autor/in: Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als "Ethnologin ihrer selbst". Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, sie hat rund zwanzig Romane veröffentlicht.


163 Seiten
AK meint: Sie, ein Mädchen aus dem Kleinbürgertum, verliebt sich nach der wohl eher brutalen Erfahrung in den älteren Chef des Ferienlagers, in dem sie erstmals Ferien ohne die kontrollierende Familie macht. Die Demütigung der Abweisung nach dem Akt, die Bulimie, das Gefühl, die eigene Klasse verraten zu haben - über all das berichtet sie in einem nüchternen, fast soziologischen Ton (...) Und weil Ernaux die Bedeutung der Klasse so fein erfasst, ist das Buch für ihn auf der Höhe der Zeit. (Süddeutsche Zeitung)


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Paolo Giordano: Den Himmel stürmen (ke)
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Klappentext: In dem Bestseller aus Italien porträtiert Paolo Giordano vier junge Leute auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Teresa kommt jede Sommerferien zu ihrer Großmutter nach Apulien. Eines Nachts beobachtet sie, wie drei Jungs, fast noch Kinder, heimlich in das Schwimmbad eindringen. Sie sind frei, voller Leidenschaft. Die nächsten zwanzig Jahre werden sie gemeinsam verbringen, einen Hof führen, dem Rhythmus der Natur angepasst, säen, ernten, zerstören, auf der fiebrigen Suche nach dem Feuer, das sie am Leben hält. Mit einer enormen Beobachtungsgabe schreibt Paolo Giordano über Beziehungen, über Menschen, die ihre Ideale leben. In ihrer Sehnsucht nach einer alternativen Welt sind sie zu allem bereit. Sie kennen keine Grenzen, sie wollen den Himmel stürmen.


Autor/in: Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren, wo er Physik studierte und mit einer Promotion in Theoretischer Physik abschloss. Sein erster Roman «Die Einsamkeit der Primzahlen» war ein internationaler Bestseller. Er wurde in über vierzig Sprachen übersetzt und verfilmt. Giordano erhielt dafür mehrere Auszeichnungen, darunter den angesehensten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega. Paolo Giordano lebt in Rom.


528 Seiten
ke meint: ... weil Paolo Giordano auch "Der menschliche Körper" geschrieben hat.


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Inger-Maria Mahlke: Archipel (AW)
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Klappentext: "Es ist der 9. Juli 2015, vierzehn Uhr und zwei, drei kleinliche Minuten. In La Laguna, der alten Hauptstadt des Archipels, beträgt die Lufttemperatur 29,1 Grad. Der Himmel ist klar, wolkenlos und so hellblau, dass er auch weiß sein könnte". Damit fängt es an. Und mit Rosa, die zurückkehrt auf die Insel und in das heruntergewirtschaftete Haus der vormals einflussreichen Bernadottes. Rosa sucht. Was, weiß sie nicht genau. Doch für eine Weile sieht es so aus, als könnte sie es im Asilo, dem Altenheim von La Laguna, finden. Ausgerechnet dort, wo Julio noch mit über neunzig Jahren den Posten des Pförtners innehat. Julio war Kurier im Bürgerkrieg, war Gefangener der Faschisten, er floh und kam wieder, und heute hütet er die letzte Lebenspforte der Alten von der Insel. Julio ist Rosas Großvater. Von der mütterlichen Seite. Einer, der Privilegien nur als die der anderen kennt. Inger-Maria Mahlke führt rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege. Es ist Julios Jahrhundert, das der Bautes und Bernadottes, der Wieses, der Moores und González' - Familiennamen aus ganz Europa. Aber da sind auch die, die keine Namen haben: Die Frau etwa, die für alle nur 'die Katze' war: unverheiratete Mutter, Köchin, Tomatenpackerin - und irgendwann verschwunden. Denn manchmal bestimmen Willkür, Laune oder Zufall über das, was geht, und das, was kommt.


Autor/in: Inger-Maria Mahlke wuchs in Lübeck und auf Teneriffa auf, studierte Rechtswissenschaften an der FU Berlin und arbeitete dort am Lehrstuhl für Kriminologie. 2009 gewann sie den Berliner Open Mike. Ihr Debütroman "Silberfischchen" wurde ein Jahr später mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis ausgezeichnet. Für einen Auszug aus ihrem Roman "Rechnung" offen bekam sie beim Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis den Ernst-Willner-Preis zugesprochen; 2014 erhielt sie den Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Ihr Roman "Wie Ihr wollt" gelangte unter anderem auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises, den sie 2018 für den Roman "Archipel" dann erhielt.


432 Seiten
AW meint: Weil die Darstellung in umgekehrter Chronologie der Jahre 2015 bis zurück in das Jahr 1919, das so bezeichnete "Teneriffa-Epos über fünf Generationen rückwärts" eine interessante Art der Erzählperspektive zu sein scheint.


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Eckhart Nickel: Hysteria (BO)
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Klappentext: "Hysteria" erzählt die Geschichte von Bergheim, der auf einem Biomarkt merkwürdig unnatürliche Himbeeren entdeckt. Auf der Suche nach dem Rätsel ihrer Beschaffenheit und Herkunft gerät er immer tiefer in eine kulinarische Dystopie, in der das Natürliche nur noch als absolutes Kunstprodukt existiert, weil das Künstliche längst alle Natur ersetzt hat. Aber keiner weiß davon. Nur seine Hypersensibilisierung befähigt Bergheim, die unheimliche Veränderung wahrzunehmen und ihr nachzugehen. Alle Fäden laufen im Kulinarischen Institut zusammen, wo er Charlotte wiedertrifft, seine Studienfreundin und ehemalige Geliebte, die nun als Leiterin an der Spitze der Bewegung des "Spurenlosen Lebens" steht.


Autor/in:
Nach einem Studium der Kunstgeschichte und Literatur in Heidelberg und New York arbeitete Nickel unter anderem beim Zeitgeist-Magazin Tempo, bei ARTE in Straßburg und dem Magazin Architectural Digest. Seine Texte erscheinen unter anderem in den Wochenendausgaben der SZ und FAZ. Von Herbst 2004 bis zur letzten Ausgabe im Sommer 2006 leitete Eckhart Nickel als Chefredakteur zusammen mit dem Herausgeber Christian Kracht von Kathmandu aus die Literaturzeitschrift Der Freund. Vom Januar bis Oktober 2007 war er bei der SZ in der Samstagsbeilage SZ Wochenende für die Stilberichterstattung verantwortlich.
Ursprünglich der Popliteratur zugeordnet, beschäftigen sich Nickels Werke hauptsächlich mit dem Schicksal des modernen Menschen in der Revolte. Durch Nickels Werke zieht sich die Auseinandersetzung mit dem Wetter in all seinen Ausformungen, sowie die exakte Ausarbeitung von Textsimulationen, also Texten, die lediglich vorgeben, sich mit sich selbst zu befassen (siehe auch die längeren Erzählungen „Scheinanfahrt“ und N.O.M.E.N. (Nicht ohne meinen eigenen Namen)). In seinen neueren Werken (u. a. dem ersten, bislang unveröffentlichten Roman „Die Wespe“) schlägt der Autor einen durchaus ernsteren Unterton an, der in der Einforderung von Moral zu rebellischer Poesie wird.Der Autor lebt in Frankfurt.



240 Seiten
BO meint: Heutzutage spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle, auch das Tierwohl rückt endlich in den Fokus. Umso mehr müssen wir uns fragen, was wir eigentlich "essen"....
Welche Zutaten, Farben nehmen wir unbewußt zu uns.... Ein interessantes Thema......



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Antonio Ruiz-Camacho: Denn sie sterben jung   (BO)
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Klappentext: Die Armut ist überall in Mexiko. Man kann sich vor ihr einschließen, aber sie sucht sich ihren Weg: Drogenkrieg, Korruption, Entführungen,Lösegelderpressungen.Um all das geht es in dem Buch "Denn sie sterben jung.
Es handelt sich um eine Art Chronik in acht Erzählungen.Im Zentrum steht der Patriach der Familie, Jose Artega. Der steigt eines Mittags in ein Taxi und wird nicht wieder auftauchen. Ein Entführung nach bekanntem Schema....Der Großteil der Familie Artega flieht aus Mexiko Stadt, nach Austin, Madrid und Palo Alto...


Autor/in: Antonio Ruiz-Camacho, geboren und aufgewachsen in Mexiko, studierte später in Stanford und erhielt seinen Master in Austin, Texas. Sein Debut war eine Geschichtensammlung" Barefoot Dogs", die viele Preise erhielt. Seine Arbeiten erschienen unter anderem in der NYTimes. Antonio lebt heute mit seiner Familie in Texas....




205 Seiten
BO meint: Jedes Kapitel ist aus der Ich-Perspektive eines anderen Artega erzählt, mit jedem Kapitel vervollständigt sich das Bild der Entführung,gleichzeitig wird die Geschichte um individuelle Erfahrungen und offene Fragen erweitert.



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Tijan Sila: Die Fahne der Wünsche (ke)
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Klappentext: Was ist das für ein Land, in dem schon das Flippern ein Verbrechen ist?

Crocutanien, ein totalitärer Staat am Rande Europas, versinkt im Chaos. Mittendrin: ein junger Rennradfahrer, der lernt, nicht aufzugeben, auch wenn es scheinbar nichts mehr zu gewinnen gibt. Scharfsichtig, knallhart und mit einzigartigem Witz erzählt Tijan Sila von der Macht und Ohnmacht des Einzelnen in einem amoralischen System und von der revolutionären Kraft des Flipperns.

Es sind finstere Zeiten, in denen der sechzehnjährige Ambrosio, der später unter dem Spitznamen »Goldener« zur Rennradlegende wird, seine Karriere beginnt. Das Land Crocutanien ist gezeichnet von Jahrzehnten der totalen Abschottung und fest in der Hand der spiroistischen Partei. Diese versucht mit immer brutaleren Methoden, die rebellierenden Jugendbanden und spiroistischen Splittergruppen zu bekämpfen. Ambrosio, der eigentlich genug damit zu tun hat, mit seiner Freundin Betty die ersten sexuellen Erfahrungen zu machen und von Wettkämpfen im Ausland zu träumen, wird von den Schergen des Regimes verhört und verprügelt. Alles nur, weil er ein neues Hobby für sich entdeckt hat: das Flippern.Von einem Tag auf den anderen werden die Spielautomaten als gesinnungsfeindlich eingestuft und verboten. Als sein Trainer flieht und das Sportinternat, in dem er lebt, von linientreuen Turnern und Balletttänzern bevölkert wird, gerät er mehr und mehr unter Druck. Eine Geschichte, wie nur Tijan Sila sie zu erzählen vermag: abgründig, berührend, voller Humor und grandioser literarischer Kraft.


Autor/in: Tijan Sila kam 1981 in Sarajevo zur Welt und emigrierte 1994 mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg. Heute lebt er in Kaiserslautern, wo er als Lehrer an einer Berufsschule arbeitet. Im Frühjahr 2017 erschien sein Debütroman »Tierchen unlimited« bei Kiepenheuer & Witsch.


320 Seiten
ke meint: "Tijan Sila beschreibt das Leben dieses Jungen mit viel Witz und einer Sprache, die mal märchenhaft, mal hart wie die Weltanschauung von Crocutanien klingt.«

Sally-Charell Delin, SR 2 KulturRadio


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Stephan Thome: Gott der Barbaren (AK)
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Klappentext: China, Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung überzieht das Kaiserreich mit Terror und Zerstörung. Ein junger deutscher Missionar, der bei der Modernisierung des riesigen Reiches helfen will, reist voller Idealismus nach Nanking, um sich ein Bild von der Rebellion zu machen. Dabei gerät er zwischen die Fronten eines Krieges, in dem er am Ende alles zu verlieren droht, was ihm wichtig ist. An den Brennpunkten des Konflikts - in Hongkong, Shanghai, Peking - begegnen wir einem Ensemble so zerrissener wie faszinierender Persönlichkeiten: darunter der britische Sonderbotschafter, der seine inneren Abgründe erst erkennt, als er ihnen nicht mehr entgehen kann, und ein zum Kriegsherrn berufener chinesischer Gelehrter, der so mächtig wird, dass selbst der Kaiser ihn fürchten muss...


Autor/in: Stephan Thome, 1972 in Biedenkopf in Hessen geboren, studierte Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie an der FU Berlin und an verschiedenen Universitäten in der VR China, Taiwan und Japan. Seit 2005 lebt und arbeitet er in Taipeh/Taiwan. Sein Roman "Gott der Barbaren" steht auf der Shortlist des deutschen Buchpreises 2018.


719 Seiten
AK meint: ...So entsteht ein genau recherchiertes Panorama eines west-östlichen Kulturkampfes, (...) das heutige Konflikte spiegelt. (Die Tageszeitung)


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Eric Vuillard: Die Tagesordnung (ut)
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Klappentext: 20. Februar 1933: Auf Einladung des Reichstagspräsidenten Hermann Göring finden sich 24 hochrangige Vertreter der Industrie zu einem Treffen mit Adolf Hitler ein, um über mögliche Unterstützungen für die nationalsozialistische Politik zu beraten: Krupp, Opel, BASF, Bayer, Siemens, Allianz - kaum ein Name von Rang und Würden fehlt an den glamourösen runden Tischen der Vermählung von Geld und Politik. So beginnt der Lauf einer Geschichte, die Vuillard fünf Jahre später in die Annexion Österreichs münden lässt. Er führt er den Leser in die Hinterzimmer der Macht, wo in erschreckender Beiläufigkeit Geschichte geschrieben wird. Dabei erzählt er eine andere Geschichte als die uns bekannte, er zeigt den Panzerstau an der deutschen Grenze zu Österreich, er entlarvt Schuschniggs kleinliches Festhalten an der Macht, Hitlers abgründige Unberechenbarkeit und Chamberlains gleichgültige Schwäche.


Autor/in: Éric Vuillard, geboren 1968 in Lyon, ist Schriftsteller und Regisseur. Mit seinen Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt ("recit") begründete er ein eigenes Genre.


128 Seiten
ut meint: Prix Goncourt 2017, Spiegel-Bestseller, gute Kritiken.

»Einfach genial. [...] Vuillard zeigt, wozu Literatur in ihren großen Momenten fähig ist: blitzhafte Verwandlung träger, alter, viel zu oft erzählter Geschichte in schockierende Neuigkeit.« – Volker Weidermann, DER SPIEGEL

»...Mit Sachkenntnis und Witz, Sinn für Pointen und Apercus und einer kleinen Prise französischen Pathos' erzählt Vuillard von der Machtergreifung der Nationalsozialisten« Iris Raddisch in der ZEIT

»...Schauriges Kammerspiel, virtuos montiert, spannend und hochpolitisch « - Christina Lanz, Frankfurter Rundschau


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Juli Zeh: Neujahr (AK)
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Klappentext: Lanzarote, am Neujahrsmorgen: Henning will mit dem Rad den Steilaufstieg nach Femés bezwingen. Seine Ausrüstung ist miserabel, Proviant nicht vorhanden. Während er gegen Wind und Steigung kämpft, rekapituliert er seine Lebenssituation. Eigentlich ist alles in Ordnung, die Kinder gesund, der Job passabel. Aber Henning fühlt sich überfordert. Familienernährer, Ehemann, Vater - in keiner Rolle findet er sich wieder. Seit einiger Zeit leidet er unter Panikattacken, die ihn heimsuchen wie ein Dämon. Als er schließlich völlig erschöpft den Pass erreicht, führt ihn ein Zufall auf eine gedankliche Zeitreise in seine Kindheit. Schlagartig durchlebt er wieder, was ihn einmal fast das Leben gekostet und bis heute geprägt hat...



Autor/in: Juli Zeh wurde 1974 in Bonn geboren. Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts. Ihre Dissertation behandelt die Rechtsetzungstätigkeit von UN-Übergangsverwaltungen. Aufenthalte in New York City und Krakau. Juli Zeh lebt in Leipzig. Sie gehört zu den wenigen politisch engagierten Autorinnen ihrer Generation. Zusammen mit Ilija Trojanow wandet sie sich gegen den Überwachungsstaat. (...)


192 Seiten
AK meint: Karin Janker hält Juli Zehs neuen Roman für ihr bestes Buch. Wie Zeh hier die Leiden des modernen überforderten Familienvaters umkreist und im zweiten Teil des Buches auf ihre Ursachen zurückführt, findet Janker ungewöhnlich, weil die Autorin sich mit der Überforderung ein unpopuläres Thema vornimmt, wie Janker meint. (Süddeutsche Zeitung)


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