Literatur am Abend: Montag, 6. August, 20 Uhr
Carol Rifka Brunt - Sag den Wölfen ich bin zu Hause


Buchwahl - Stimmzettel


bis 3. Juni


wird folgendermaßen abgestimmt: Jeder wählt seine fünf liebsten Titel mithilfe des Tools. Das Buch an erster Stelle erhält fünf Punkte, das zweite vier usw.

Gewertet wird folgendermaßen:
Es werden nur die ersten fünf Nennungen berücksichtigt; bei Punktgleichstand mehrerer Titel entscheidet die Anzahl der Nennungen innerhalb der gewählten Bücher.
Das Ergebnis stellt Annette am 11. Juni vor.



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Die Vorschläge:


Fernando Aramburu: Patria - Heimat (ut)
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Klappentext: "Patria" heißt Vaterland, Heimat. Aber was ist Heimat? Die beiden Frauen und ihre Familie, um die es in Fernando Aramburus Roman geht, sehen ihre Heimat mit verschiedenen Augen. Bittori sitzt am Grab ihres Mannes Txato, der vor über zwanzig Jahren von Terroristen erschossen wurde. Sie erzählt ihm, dass sie beschlossen hat, in das Haus, in dem sie wohnten, zurückzukehren. Denn sie will herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, und wieder unter denen leben, die einst schweigend zugesehen hatten, wie ihre Familie ausgegrenzt wurde. Das Auftauchen von Bittori beendet schlagartig die vermeintliche Ruhe im Dorf. Vor allem die Nachbarin Miren, damals ihre beste Freundin, heute Mutter eines Sohnes, der als Terrorist in Haft sitzt, zeigt sich alarmiert. Dass Mirens Sohn etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun hat, ist Bittoris schlimmste Befürchtung. Die beiden Frauen gehen sich aus dem Weg, doch irgendwann lässt sich die lange erwartete Begegnung nicht mehr vermeiden.


Autor/in:


907 Seiten
ut meint: In Spanien laengst ein grosser Erfolg, verschlaegt Fernando Aramburus Roman "Patria" - Deutsch: Heimat - ueber den Buergerkrieg im Baskenland auch hierzulande der Kritik den Atem, schreibt Perlentaucher. "Ueberwaeltigend und machtvoll", jubelt etwa Zeit-Kritikerin Friederike Oertel, nachdem sie die sogkräftige Saga ueber zwei durch den ETA-Terror unheilvoll miteinander verstrickten Familien gelesen hat.


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Mareike Fallwickl: Dunkelgrün fast schwarz (ke)
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Klappentext: Raffael, der Selbstbewusste mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz, der Bumerang in Raffaels Hand: Seit ihrer ersten Begegnung als Kinder sind sie unzertrennlich, Raffael geht voran, Moritz folgt. Moritz und seine Mutter Marie sind Zugezogene in dem einsamen Bergdorf, über die Freundschaft der beiden sollte Marie sich eigentlich freuen. Doch sie erkennt das Zerstörerische, das hinter Raffaels stahlblauen Augen lauert. Als Moritz eines Tages aufgeregt von der Neuen in der Schule berichtet, passiert es: Johanna weitet das Band zwischen Moritz und Raffael zu einem fatalen Dreieck, dessen scharfe Kanten keinen unverwundet lassen. Sechzehn Jahre später hat die Vergangenheit die drei plötzlich wieder im Griff, und alles, was so lange ungesagt war, bricht sich Bahn – mit unberechenbarer Wucht. Mareike Fallwickl erzählt von Schatten und Licht, Verzweiflung und Sehnsucht, Verrat und Vergebung. Ihr packendes Debüt bringt alle Facetten der Freundschaft zum Leuchten, die Leidenschaft, die Sanftheit – und die Liebe, in ihrer heilsamen, aber auch funkelnd grausamen Pracht.


Autor/in: Mareike Fallwickl, 1983 in Hallein bei Salzburg geboren, arbeitet als freie Texterin und Lektorin, schreibt für eine Salzburger Zeitung eine wöchentliche Kolumne und betreibt seit 2009 einen Literaturblog. Für ihr literarisches Debüt »Dunkelgrün fast schwarz« erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Bundeskanzleramts Österreich. Mareike Fallwickl lebt im Salzburger Land.



480 Seiten
ke meint:


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Milena Michiko Flasar: Herr Kato spielt Familie (AK)
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Klappentext: Endlich Zeit. Er könnte nun das alte Radio reparieren oder die Plattensammlung ordnen. Doch als er der jungen Mie begegnet, die ihm ein seltsames Angebot macht, beginnt er die Dinge anders zu sehen. Ein zarter Roman über einen späten Neuanfang und über das Glück. Die Tage dehnen sich, und zugleich schnurrt die Zeit zusammen. Die Uhr läuft ab, dabei könnte es gerade erst losgehen. Ob ein kleiner weißer Spitz daran etwas ändern würde? Den ehemaligen Kollegen hat er immer beneidet. Um den Ruhestand, das Motorrad und die neue Freiheit. Doch jetzt steht er selbst frisch verrentet auf den bemoosten Treppen vor seinem Haus und weiß nicht wohin. Eine Krawatte braucht er nicht mehr, zu Hause ist er im Weg, die Kinder sind längst ausgezogen. Ob die junge Frau, die er jüngst auf dem Friedhof getroffen hat, ihm nur etwas vormacht, vermag er nicht zu sagen. Er ist aus der Übung. Und dennoch nimmt er ihren Vorschlag an, lässt sich von ihrer Agentur »Happy family« mal als Opa, mal als Exmann, dann wieder als Vorgesetzter engagieren und trifft auf fremde Menschen und Schicksale. Er spielt seine Rollen gut, und seine Frau bekommt von alledem nichts mit. Sie hat wieder angefangen zu tanzen Ein nachdenkliches Buch über Erinnerungen und unerfüllte Träume, über Glücksmomente und Wendepunkte.


Autor/in: Milena Michiko Flasar, geboren 1980 in Sankt Pölten, hat in Wien und Berlin Komparatistik, Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters, lebt als Schriftstellerin in Wien und unterrichtet nebenbei Deutsch als Fremdsprache.


176 Seiten
AK meint: "Retired Husband Syndrome": Weil er sich sein Leben lang hauptsächlich auf seinen Beruf konzentriert hat, erweist sich Herr Kato nach seinem Rentenantritt als sozial inkompetent. Seinen Weg zurück zur Empathie erzählt die Autorin in diesem unterhaltsamen Szenario mit, so Kritiken und Verlag, "unnachahmlicher Wärme".



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Arno Frank: So, und jetzt kommst du (KB)
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Klappentext: Aufregend, wenn die Eltern auf der Flucht vor der Polizei ihre Kinder mitschleppen. Aber für die drei Geschwister verwandelt sich das Abenteuer bald in einen Albtraum. Ihre Odyssee führt sie quer durch Europa. Ein Roman wie ein Roadmovie.

Eine ebenso tragische wie komische Familiengeschichte. Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre. Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das »große Geld« da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden und die Jagd durch Europa geht weiter. Es ist ein freier Fall auf Kosten der Kinder, bis es unweigerlich zum Aufprall kommt


Autor/in: Arno Frank, geboren 1971 in Kaiserslautern, ist Publizist und freier Journalist. Er schreibt u.a. für die taz, Die Zeit, Spiegel Online, Dummy, Fluter und den Musikexpress. Er lebt mit seiner Familie in Wiesbaden.


352 Seiten
KB meint: »Sehr gut hält Frank die Balance zwischen Komik und Ernsthaftigkeit bis schließlich im letzten Drittel sehr klar wird, das hier gar nichts mehr lustig und spielerisch ist. Ein tolles Debüt!«
Frank Menden, Stories!Die Buchhandlung, Hamburg


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Norbert Gstrein: Die kommenden Jahre (ut)
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Klappentext: Meisterhaft klar: Norbert Gstreins Roman über die Suche nach uns selbst
Richard erforscht Gletscher, Natascha erforscht Menschen. Als Autorin schreibt sie nicht nur über sie, sondern gibt sich ihnen hin. Eines Tages öffnet sie ihr Haus einer vor dem Krieg geflohenen Familie aus Damaskus. Und Richard? Er desertiert immer weiter aus der eigenen Existenz, träumt von Kanada und zweifelt an jedem Alltag, an der Politik, der Liebe und dem Leben. Dieses Portrait eines Sommers voller Aufbrüche erzählt von einem Paar im „mittleren Alter“, vom Flug der Zeit, vom Anderswerden und vom Älterwerden. Doch nach diesem Buch weiß man: Es geht nicht nur um die kommenden Jahre, es geht um jeden Augenblick des Lebens.


Autor/in:


288 Seiten
ut meint: Gute Kritiken,guter Einstieg, bei dem man sofort weiterlesen möchte.



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Ayelet Gundar-Goshen: Lügnerin   (MM)
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Klappentext: Es gibt Leute, die schlagen mit der Faust auf die Theke, und es gibt Leute, die stehen dahinter und fragen: »Und was darf es für Sie sein?«


Die Eisverkäuferin Nuphar Schalev gehört eindeutig in die zweite Kategorie: An dem Gesicht des Mädchens bleibt kein Blick länger hängen als notwendig. Doch als sie eines Tages ein Missverständnis zu einer Lüge formt, ändert sich alles, und sie rückt ins Zentrum des öffentlichen Interesses.


Im hellen Licht der Kameras blüht Nuphar auf, und mit ihr wächst und gedeiht die Lüge, und mit der Lüge wächst und gedeiht die junge Liebe zu Lavie Maimon, der im vierten Stock über der Eisdiele wohnt. Doch die Liebe ist etwas sehr Zartes, und die Wahrheit kann sie zertrampeln wie ein wildes Rhinozeros.


Autor/in:


336 Seiten
MM meint: Großartige junge israelische Autorin, die schon mit dem Vorgängerroman „Löwen wecken“ für Aufsehen sorgte.


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Shirley Hazzard: Transit der Venus (AnnW)
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Klappentext: Die ungleichen Waisen Caro und Grace Bell verlassen Australien, um im England nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Leben beginnen. Sie treffen dort auf die Männer, mit denen sich ihre Leben in den folgenden drei Jahrzehnten durch alle politischen Verwerfungen und über die Kontinente hinweg verweben. Astronom Ted Tice umwirbt die selbstbewusste Caro, die einem manipulativen Theaterschriftsteller verfällt. Ihre sanfte Schwester Grace hofft auf Erfüllung in einer scheinbar glücklichen Ehe mit einem Karrierediplomaten. Shirley Hazzard entwirft eine Welt, die von unaufhaltsamen Gesetzen bestimmt ist wie die majestätischen Umlaufbahnen der Planeten - und deren Figuren in ihrer Klarheit und Unbeugsamkeit an die klassische Tragödie erinnern.


Autor/in: Shirley Hazzard wurde 1931 in Sydney geboren. 1947 verließ sie Australien und lebte seitdem in Hongkong, Neuseeland, Europa und den USA.


560 Seiten
AnnW meint: Rezension Süddeutsche Zeitung: ".. Es handelt sich nämlich um so viel mehr als nur um einen "guten Gesellschaftsroman angelsächsischer Machart".. .. Anhand der Geschichten zweier Schwestern deren Lebensentwürfe unterschiedlicher kaum sein könnten, beschreibt die Autorin in ihrem 1980 erschienenen, nun ins Deutsche übersetzten Roman die Verhältnisse der 1940er bis 70er Jahre, in denen Frauen vor der Entscheidung standen: Hausfrau und Mutter oder emanzipierte Karrieristin - um es zugespitzt zu formulieren. Wie steinig der Weg zum selbstbestimmten Leben als Frau zu dieser Zeit war, stellt Hazzard, die stets die kritische Distanz zu ihren Figuren bewahrt, laut Rezensentin authentisch und spannend dar.."


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Saskia Hennig von Lange: Hier beginnt der Wald (AK)
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Klappentext: Der Namenlose dieser Erzählung ist unterwegs, er erledigt einen Job: Er soll einen Lastwagen voll Umzugsgut in eine andere Stadt bringen. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich bald zu einer abenteuerlichen Flucht: vor sich selbst und seinen Kindheitserinnerungen, aber vor allem vor seiner Frau und ihrem gemeinsamen, ungeborenen Kind. Nach einem Unfall verkriecht er sich im Wald. Hier kommt es zu einer Begegnung, die ihn herausfordert und mit sich selbst konfrontiert.


Autor/in: Saskia hennig von lange geboren 1976, lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Frankfurt. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Für ihre Novelle »Alles, was draußen ist« (2013) erhielt sie den Wortspiele Literaturpreis und den Rauriser Literaturpreis. Für ihren Debüt-Roman »Zurück zum Feuer« (2014) wurde ihr der Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg und der Georg-Konell- Preis zugesprochen.


152 Seiten
AK meint: Die Erzählung um einen LKW-Fahrer, dem Frau und Kind abhanden gekommen sind, handelt (...) eigentlich von der Aufhebung von Subjekt und Objektwelt, Vorstellung und Realem im Kopf des Protagonisten. Der Entwurf einer idiosynkratischen Welt, der Held als Projektionsfläche existenzieller Fragen - (das ist) kunstfertig gemacht, sprachlich knapp und konzentriert. (FAZ)


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Esther Kinsky: Hain (am)
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Klappentext: Drei Reisen unternimmt die Ich-Erzählerin in Esther Kinskys Geländeroman. Alle drei führen sie nach Italien, doch nicht an die bekannten, im Kunstführer verzeichneten Orte, nicht nach Rom, Florenz oder Siena, sondern in abseitige Landstriche und Gegenden - nach Olevano Romano etwa, einer Kleinstadt in den Hügeln nordöstlich der italienischen Hauptstadt gelegen, oder in die Valli di Comacchio, die Lagunenlandschaft im Delta des Po, halb von Vögeln beherrschte Wasserwelt, halb dem Wasser abgetrotztes Ackerland. Zwischen diesen beiden Geländeerkundungen im Gebirge und in der Ebene führt die dritte Reise die Erzählerin zurück in die Kindheit: Wie bruchstückhafte Filmsequenzen tauchen die Erinnerungen an zahlreiche Fahrten durch das Italien der Siebzigerjahre auf, dominiert von der Figur des Vaters.


Autor/in: Esther Kinsky, geboren 1956, studierte Slawistik und Anglistik in Bonn und Toronto. Sie arbeitet als Autorin und Übersetzerin aus dem Polnischen, Englischen und Russischen. Ihre Übersetzungen umfassen Werke von Ida Fink, Hanna Krall, Ryszard Krynicki und Aleksander Wat. Zuletzt erschienen ihre Romane "Sommerfrische" und "Banatsko". Esther Kinksy wurde 2009 wurde mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet und 2011 erhielt sie den Karl-Dedecius-Preis. Sie lebt in Berlin.


287 Seiten
am meint: Preis der Leipziger Buchmesse 2018


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Lillian Loke: Auster und Klinge (BO)
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Klappentext: Georg arbeitet bei einer Technik Hotline und weiß selbstverständlich, daß Anrufe zur Qualitätssicherung aufgezeichnet werden. Man stelle sich vor, dass er bei einer Beschwerde nicht beflissen genug geantwortet hat. Kurz darauf ist er seinen Job los.Gerade in dem Moment,wo sein Chef ihn feuert, betritt Victor den Raum, um das Mittagessen auszuliefern. So lernen sich Georg und Victor kennen.
Georg hat es nicht nötig in einem CallCenter zu arbeiten, er verfügt über einen eigenen Betrieb... und Victor war ein geschickter Einbrecher, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde...


Autor/in: wird nachgereicht


314 Seiten
BO meint: Der Roman zielt auf die kollektive moralische indifferenz schreibt die Süddeutsche, die schnell geschnittenen Szenen erreichen hohe Rasanz und Unterhaltsamkeit mit einer Nähe zur Kolportage.


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Celeste Ng: Kleine Feuer überall (AnnW)
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Klappentext: Es brennt! In jedem der Schlafzimmer hat jemand Feuer gelegt. Fassungslos steht Elena Richardson im Bademantel und den Tennisschuhen ihres Sohnes draußen auf dem Rasen und starrt in die Flammen. Ihr ganzes Leben lang hatte sie die Erfahrung gemacht, "dass Leidenschaft so gefährlich ist wie Feuer". Deshalb passte sie so gut nach Shaker Heights, den wohlhabenden Vorort von Cleveland, Ohio, in dem der Außenanstrich der Häuser ebenso geregelt ist wie das Alltagsleben seiner Bewohner. Ihr Mann ist Partner einer Anwaltskanzlei, sie selbst schreibt Kolumnen für die Lokalzeitung, die vier halbwüchsigen Kinder sind bis auf das jüngste, Isabel, wohlgeraten. Doch es brennt. Elenas scheinbar unanfechtbares Idyll - alles Asche und Rauch?


Autor/in: Celeste Ng (sprich: Ing), geboren 1980 in Pittsburgh, Pennsylvania, wuchs auf in Pittsburgh und in Shaker Heights, Ohio. Ng schrieb Erzählungen und Essays, die in verschiedenen literarischen Magazinen erschienen und mit dem Hopwood Award und dem Pushcart Prize ausgezeichnet wurden. "Was ich euch nicht erzählte" war ihr erster Roman.


384 Seiten
AnnW meint: Faru Ng schreibt mE sehr lesbar, ihren ersten Roman fand ich sehr lesenswert.


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Carol Rifka Brunt: Sag den Wölfen ich bin zu Hause (ke)
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Klappentext: New York, 1987: Eigentlich gibt es nur einen Menschen, der June Elbus je verstanden hat, und das ist ihr Onkel Finn Weiss, ein berühmter Maler. Als Finn viel zu jung an einer Krankheit stirbt, deren Namen ihre Mutter kaum auszusprechen wagt, steht in Junes Leben kein Stein mehr auf dem anderen. Auf Finns Beerdigung bemerkt June einen scheuen jungen Mann, und ein paar Tage später bekommt sie ein Päckchen. Darin befindet sich die Teekanne aus Finns Apartment – und eine Nachricht von Toby, dem Fremden. Wer ist dieser Mann, der behauptet, Finn ebenso gut zu kennen wie June selbst? Zunächst ist June misstrauisch, doch dann beginnt sie sich heimlich mit Toby zu treffen, und sie erfährt, dass es gegen Trauer ein Heilmittel gibt: Freundschaft und Zusammenhalt.


Autor/in: *1970 in NYC, Studium in Schottland, Tätigkeiten als Demenz- und Altenpflegerin, lebt jetzt mit Familie in Dartmoor, England.


448 Seiten
ke meint: New York Times Bestseller


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Emily Ruskovich: Idaho (AK)
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Klappentext: Ein flirrender Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Ist es Gnade, dass der Vater, Wade, langsam sein Gedächtnis verliert? Bald wird er nicht mehr wissen, welche Tragödie sich an jenem Tag abgespielt hat, wie seine Töchter hießen und seine Frau, Jenny, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Auch Ann, die Frau, deren Liebe groß genug ist, um zu Wade in das leere Haus zu ziehen, wird nie den Hergang der Tat erfahren. Aber mit jedem Tag an Wades Seite erkundet sie genauer, was damals geschehen ist, und nimmt schließlich Kontakt zu Jenny auf.


Autor/in: Emily Ruskovich wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015 und ist Absolventin des Iowa Writers' Workshop. Seit Herbst 2017 lehrt sie an der Boise State University.


384 Seiten
AK meint: Am Ende des Romans (spürt man) trotz der Tragik des Sujets einen leisen Optimismus, dessen feinsinnige Konstruktion ihn ebenso beeindruckt hat wie die Verweigerung zu klarer Antworten. (SZ)



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Alexander Schimmelbusch: Hochdeutschland (KB)
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Klappentext: Victor kann sein albernes Siegerdasein als erfolgreicher Investmentbanker schon lange nicht mehr ernst nehmen. Alle Versuche, sich zu verlieben, scheinen ebenso zum Scheitern verdammt zu sein, wie es seine Ehe war. Er ist ein Produkt der marktorientierten deutschen Gesellschaft und dieselben Fähigkeiten, auf denen sein Erfolg in diesem System basiert, weisen ihm jetzt den Ausweg - eine Revolution.

Er bewohnt eine gläserne Villa im Taunus, hat bei Bedarf Sex im Spa-Bereich des Hotel Adlon und schafft es, die Work-Life-Balance der Mitarbeiter seiner Bank in einem rentablen Ungleichgewicht zu halten. Doch all das führt zu nichts. Zum Glück lernt er den italophilen Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland kennen, dessen Lebenstraum es ist, nach seiner politischen Laufbahn als steinreicher Investmentbanker mit dem Ferrari durch Mailand zu gleiten. Dafür braucht er Victors Hilfe und unterstützt ihn im Gegenzug dabei, eine populistische Bewegung zu gründen, deren rohe LebendigkeitVictor erlösen wird. In seinem Roman wirft Alexander Schimmelbusch ein grelles Licht auf die deutsche Volksseele und stellt die zentralen Fragen unserer Zeit: Ist unser System kaputt? Was ist Elite? Können wir überhaupt noch kommunizieren? Haben wir Prinzipien? Welchen Preis zahlt man dafür, nach seinen eigenen Regeln zu leben? Ist es Zeit für einen radikalen Neuanfang? Für eine Stunde null, wie nach einem Krieg?


Autor/in: Alexander Schimmelbusch, geboren 1975 in Frankfurt am Main, wuchs in New York auf, studierte an der Georgetown University in Washington und arbeitete dann fünf Jahre lang als Investmentbanker in London. Sein Debüt »Blut im Wasser« gewann den Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage. »Hochdeutschland« ist sein vierter Roman.


214 Seiten
KB meint: Habe u.a. eine sehr positive Rezension in der Zeit gelesen und fände mal einen bewusst literarischen Zugang in die Welt des Kapitalismus sehr spannend.


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Lionel Shriver: Eine amerikanische Familie (AnnW)
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Klappentext:
USA im Jahr 2029. Der Dollar ist kollabiert und durch eine Reservewährung ersetzt. Wasser ist kostbar geworden. Und Florence Mandible und ihr dreizehnjähriger Sohn Willing essen seit viel zu langer Zeit nur Kohl. Dass es Florence trotz guter Ausbildung so schwer haben würde, ihr Leben zu meistern, hätte niemand aus der Familie gedacht. Doch als die Mandibles alles verlieren und in einem Park Unterschlupf suchen müssen, sind es nicht die Erwachsenen, sondern Willing, der mit Pragmatismus, Weitsicht und notfalls auch krimineller Entschlossenheit dem Mandible-Clan wieder auf die Beine hilft …

Scharfsinnig und ironisch erzählt Lionel Shriver von den Konsequenzen von Globalisierung und Nationalismus – eine beängstigende Zukunftsvision und ein komischer, liebevoller, fesselnder Familienroman.



Autor/in: Lionel Shriver (*1957) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihren achten Roman "We need to talk about Kevin", der 2005 mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet wurde.


496 Seiten
AnnW meint: Rezensíon NDR Kultur: " .. Es ist eine schleichende Entwicklung, die Lionel Shriver über 400 Seiten genüsslich ausmalt, .. Selten passieren richtig große Katastrophen. Da der Alltag sich immer im Jetzt abspielt, werden die gerade herrschenden Zustände bald als Normalität begriffen. ..

Obwohl Lionel Shriver einen pessimistischen Blick in die Zukunft ihres Landes wirft, hat sie doch unwillkürlich auch einen Roman über den amerikanischen Traum geschrieben, der in jeder Epoche immer wieder gelebt werden kann, ..

Nur wer nicht fertig wird mit der Tatsache, dass die Welt nie so bleiben wird, wie sie ist, gehört letztlich zu den Verlierern. Lionel Shriver hat allerdings auch für diese einen verständnisvollen Blick.



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Joao Tordo: Die zufällige Biographie einer Liebe (am)
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Klappentext: Vor sieben Jahren hat sie ihn verlassen, aber der mexikanische Dichter Miguel kann Teresa, die Liebe seines Lebens, nicht vergessen. Als er von ihrem Tod erfährt, muss er sich eingestehen, dass er ihr unerwartetes Verschwinden nie verwunden hat. Zugleich wird ihm bewusst, dass er die Frau, die er liebte und die sein Leben bis heute bestimmt, nicht wirklich kannte. Sein Freund, ein spanischer Literaturdozent, versucht, Miguel nach dessen Zusammenbruch wieder neuen Lebensmut zu geben. Doch das kann er nur, wenn er mehr über die Vergangenheit und die Liebesgeschichte des Dichters herausfindet. Und so begibt er sich auf die Suche nach dieser geheimnisvollen Frau. Auf seiner Reise, die ihn von London über Kanada bis nach Lissabon führt, stößt er auf ein Geheimnis, das Teresa verzweifelt gehütet hat. Bis zur Selbstaufgabe.

Eine melancholisch-sinnliche Geschichte von Portugals erfolgreichstem Gegenwartsautor - für Leser von Javier Marías, Mario Vargas Llosa und Sándor Márai [Verlags-bla-bla]


Autor/in: Der Portugiese João Tordo, Jahrgang 1975, zählt zu den wichtigsten Schriftstellern seines Landes. Er studierte Philosophie in Lissabon sowie Journalismus in London. Dort schrieb er auch für Zeitungen und Zeitschriften wie "The Independent", "Icon" und "News Magazine". 2002 ging er nach Amerika, wo er Creative Writing am City College of New York studierte. Danach arbeitete er als freier Journalist u.a. für Zeitschriften wie "Sábado", "Elle" oder die Wochenzeitung "Expresso". Heute ist er hauptsächlich als Romancier und Drehbuchautor tätig. Für seine Werke, u.a. "Stockmans Melodie" (2012), erhielt er mehrere Auszeichnungen. So gewann er 2009 den renommierten "Prémio Literário José Saramago", den wichtigsten portugiesischen Literaturpreis.


400 Seiten
am meint: Die Übersetzung wurde letzten Dezember mit einem Hamburger Förderpreis für Literatur und literarische Übersetzung ausgezeichnet. Mir erschien der vorgelesene Abschnitt als eindringlich, allerdings finden sich kaum Kritiken, das Buch scheint hierzulande kaum rezipiert worden zu sein. Vielleicht ein Fang, vielleicht Beifang, vielleicht nur ein Blinker. Kurz vor dem ESC in Lisboa schlage ich es dennoch mal vor.


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Szczepan Twardoch: Der Boxer (MM)
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Klappentext: Aufstieg eines Verbrecherhelden zwischen Gewalt, Eleganz und Laster, seine Verletzlichkeit als Jude im Vorkriegs-Warschau. Mit diesem Autor ist Polen zurück auf der Bühne der Weltliteratur.


Autor/in:


462 Seiten
MM meint:


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Jesmyn Ward: Singt, ihr Lebenden und Toten, singt (am)
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Klappentext: Aus dem Amerikanischen von Ulrike Becker. Jojo und seine kleine Schwester Kayla leben bei ihren Großeltern Mam and Pop an der Golfküste von Mississippi. Leonie, ihre Mutter, kümmert sich kaum um sie. Sie nimmt Drogen und arbeitet in einer Bar. Wenn sie high ist, wird Leonie von Visionen ihres toten Bruders heimgesucht, die sie quälen, aber auch trösten. Mam ist unheilbar an Krebs erkrankt, und der stille und verlässliche Pop versucht, den Haushalt aufrecht zu erhalten und Jojo beizubringen, wie man erwachsen wird. Als der weiße Vater von Leonies Kindern aus dem Gefängnis entlassen wird, packt sie ihre Kinder und eine Freundin ins Auto und fährt zur "Parchment Farm", dem staatlichen Zuchthaus, um ihn abzuholen. Eine Reise voller Gefahr und Hoffnung.


Autor/in: Jesmyn Ward, geboren 1977 in DeLisle, Mississippi, studierte Literatur in Michigan. Sie war Stipendiatin in Stanford und Writer in Residence an der University of Mississippi und lehrt derzeit Creative Writing an der University of South Alabama. Ihr zweiter Roman "Vor dem Sturm" erhielt den National Book Award sowie mehrere weitere Auszeichnungen als bester Roman des Jahres 2011 und wurde in den USA zum Bestseller.


304 Seiten
am meint: National Book Award 2018 (USA)


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Elisabeth H. Winthrop:   (ke)
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Klappentext: Louisiana, die 1940er-Jahre, ein elektrischer Stuhl wird in die kleine Stadt St. Martinsville gebracht für die geplante Hinrichtung eines jungen Schwarzen namens Will, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. In Wirklichkeit ist sie seine Geliebte gewesen, die sich aus Verzweiflung umgebracht hat und ihm nun nicht mehr helfen kann. Alle wissen, dass das Todesurteil ein Skandal ist, aber sogar Will selbst hat aus Trauer und Schuldgefühlen innerlich eingewilligt, und weiße Wutbürger drohen dem zweifelnden Staatsanwalt mit der Entführung seines Sohnes. Nach einer wahren Begebenheit, psychologisch fein und in einer an William Faulkner erinnernden multiperspektivischen Intensität erzählt Elizabeth Winthrop die tragischen Ereignisse bis zum überraschenden Ende. Ein meisterhaftes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt und das niemanden kaltlassen wird.


Autor/in: Elizabeth Hartley Winthrop, 1979 geboren, lebt mit ihrer Familie in Massachusetts. Sie studierte englische und amerikanische Literatur an der Harvard University und erwarb ihren Master of Fine Arts in Fiction an der University of California in Irvine. Sie hat Erzählungen und bislang drei Romane veröffentlicht.


251 Seiten
ke meint:


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