Literatur am Abend: Montag, 21. Mai 2012, 20 Uhr
Eugen Ruge: In Zeiten abnehmenden Lichts   
Empfehlung

Christoph Meckel: "Licht“

Bezaubernd, anrührend, voller Poesie.
Fischer, 1980, 128 Seiten.


Diese Geschichte eines Abschieds, der durch den Unfalltod der Geliebten unwiderruflich wird, ist vor allem die Geschichte einer Leidenschaft, in der Beruf und Alltag keinen Platz haben. In der Erinnerung des Ich-Erzählers ziehen die glücklichen Augenblicke des gemeinsamen Nichtstun wie Sommerwolken vorüber - die Ferien im Süden, die langen Nächte und die scheinbar endlosen Morgenstunden. Eine Liebesgeschichte, als wäre der Traum Wirklichkeit und die Wirklichkeit Traum.
Eine hochgelungene Erzählung, geprägt von bildhafter Poesie. In jedem Satz sind die Talente des Schiftstellers, Lyrikers und grafischen Künstlers spürbar, der Wörter zu wahren Wort-Gemälden werden lässt.


Fazit: Für Genußmenschen. Eine kleines Buch, das zu lesen trotz der Kürze ein wenig Zeit braucht, um richtig genossen zu werden. (sg)

 

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