nüchtern, düster, eindringlich
Aufbau Verlag, 2011, 704 Seiten
Fallada schrieb „Jeder stirbt für sich allein“ 1947 auf der Grundlage einer wahren Begebenheit: Nachdem ihr Sohn gefallen ist, schreibt ein Berliner Arbeiterehepaar Postkarten gegen die NS-Diktatur und verteilt sie in Berlin. Zunächst sehr vorsichtig; nach einiger Zeit kommt ihnen jedoch die Gestapo auf die Spur und sie werden verhaftet.
In unzähligen Nebenfiguren stellt Fallada ein Panorama Berlins während des Krieges dar, und erzählt wie einzelne durch Angst und schreckliche Zufälle der Gestapo zum Opfer fallen und andere von deren Unglück profitieren.
Während in der ursprünglichen Ausgabe der Text an vielen Stellen „geglättet“ wurde, zeigt die Neuauflage mit dem Originaltext des Autors besonders die Widersprüchlichkeit der Figuren. (ka)