Autobiographisch, anrührend, anspruchsvoll.
Kiepenheuer und Witsch, 2010, 333 Seiten.
Mit „Nichts, was man fürchten müsste“ hat der britische Schriftsteller Julian Barnes einen Essay über die existenzielle Frage vorgelegt, die jeden von uns ein Leben lang begleitet: Der Tod und wie wir am besten mit ihm umgehen. Trotz oder gerade wegen des zugegebenermaßen nicht gerade leichtgewichtigen Themas ist es ein „echter Barnes“.
Nicht düster und schwer, sondern voller Wärme, leiser Ironie und einem unglaublichen Gespür für menschliche Gefühle. Dabei verwebt Barnes mitreißende und anrührende autobiographische Details der Familie Barnes mit Betrachtungen berühmter Schriftsteller und Komponisten über den Tod wie Flaubert, Renard, Montaigne, Daudet, Zola, Strawinsky und Rachmaninow.
Das Fazit: Wir alle sterben, der eine früher, der andere später. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wenn ja, hier zitiert Barnes Woody Allen, werden wir da in der Lage sein, einen Zwanziger wechseln zu können? (gf)