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Petra Busch: "Schweig still, mein Kind“ Krimi mit Einblick in die Welt eines Autisten
Knaur Verlag, 2010, 488 Seiten Mit diesem Buch hat die Autorin ihren ersten Kriminalroman vorgelegt. Das Werk reiht sich in die Reihe der zurzeit angesagten Kriminalgeschichten mit lokalem Bezug ein. Hier ist es ein kleines Dorf bei Freiburg; die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Doch die heile Welt der Bewohner ist natürlich alles andere als das. Eine Redakteurin und ein Kommissar versuchen – mal gemeinsam, mal gegeneinander – Licht in das Dunkel der Dorfgeheimnisse zu bringen. Die attraktive Redakteurin, die gerade den Job verloren und sich von ihrem Freund getrennt hat und der einsilbige Kommissar, dessen zwei Katzen zumeist von einem Kollegen versorgt werden, bilden ein ungleiches, sich aber immer mehr annäherndes Gespann. Im Mittelpunkt ihrer Bemühungen steht schnell ein Autist, ein Savant. Die Art seiner Inselbegabung und sein Umgang mit den Mitmenschen erfordert von den Ermittlern eine andere Vorgehensweise als in einem konventionellen Fall, was der Geschichte besonderen Reiz verleiht. Bieten sich dem Leser zu Beginn des Romans noch viele Theorien zu Täter und Motiv, so wird er mit Fortschreiten der Ereignisse immer mehr auf eine Fährte gelenkt. Das ist stilistisch sehr spannend und schlau gemacht, wobei die Figuren immer ihre Glaubwürdigkeit behalten. Die Autorin beschreibt, sie bewertet nicht. Es bleibt dem Leser überlassen, sich ein Urteil zu bilden. Und das ist am Ende alles andere als einfach. (AB) | |
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