Literatur am Abend: Montag, 21. Mai 2012, 20 Uhr
Eugen Ruge: In Zeiten abnehmenden Lichts   
Empfehlung

Richard Yates: "Ruhestörung“

düster, lakonisch, schonungslos
DVA, 2010, 316 Seiten

John Wilder ist im New York des Jahres 1961 Anzeigenverkäufer bei einem renommierten naturwissenschaftlichen Magazin, Familienvater und Alkoholiker. Nach einer Geschäftsreise weigert er sich, zu seiner Familie nach Hause zu kommen und wird von einem Freund, der sich nicht anders zu helfen weiß, in die Psychiatrie eingewiesen.


Wegen eines verlängerten Feiertagswochenendes muss er länger als nötig auf der geschlossenen Station bleiben, nach seiner Entlassung beginnt jedoch sein gänzlicher Untergang: Trotz Besuchen bei den Anonymen Alkoholikern nimmt sein Alkoholkonsum weiter zu und er lernt eine junge Frau kennen, die sich vor allem für seinen Aufenthalt in der Nervenklinik interessiert. Er beginnt eine Affäre mit ihr und beide brennen nach Kalifornien durch, um ein Leben als Filmproduzenten zu führen.


Yates zeichnet detailliert den Weg eines Mannes, der am Alkohol und am amerikanischen Familienidyll zerbricht.
(ka)

 

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