Traurig, intensiv, schön.
Hanser Verlag, 2008, 544 Seiten
Mit „Nach Hause schwimmen“ hat der Schweizer Schriftsteller Rolf Lappert einen Bildungsroman über das Schicksal eines kleinwüchsigen Halbwaisen geschrieben.
Wilburs Mutter stirbt bei seiner Geburt, sein Vater verlässt ihn. Bevor er adoptiert wird, wird er von seiner Großmutter aus den USA nach Irland geholt. Als die Großmutter stirbt, beginnt Wilburs Irrweg durch Pflegefamilie, Besserungsanstalt, Hotel und psychiatrische Klinik. Für Wilbur ist Glück „nur dein Lieblingssong aus dem Radio eines Autos, das an dir vorbeirast und in den Abgrund stürzt."
Die Intensität des Stils von Rolf Lappert wird durch zwei Erzählperspektiven noch verstärkt. Ein Roman über ein trauriges Leben, der den Leser trotzdem glücklich zurücklässt. (kath)