Erschreckend, dokumentarisch, menschlich.
Hanser Verlag, 2009, 378 Seiten
In einer Provinzstadt weit weg von Peking soll die junge Gu Shan hingerichtet werden. Sie war während der Kulturrevolution fanatische Rotgardistin. Shans Tod wird weitreichende Konsequenzen haben. Nicht nur für ihre Eltern, sondern auch für die Rundfunksprecherin Kai, die längst an der Partei zweifelt oder für die verkrüppelte Nini, die wie eine Sklavin gehalten wird.
Yiyun Li lebt seit 1976 in den USA. Die gebürtige Chinesin zeichnet mit nüchtern-dokumentarischem Blick ein plastisches und erschreckendes Bild der grausamen Lebenswirklichkeit und Ereignisse in China am Ende der siebziger Jahre, die von beklemmender Aktualität sind. (ut)