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Mirko Bonné - Lichter als der Tag

Abb. © Verlag
Buchkritik

Taiye Selasi: "Diese Dinge geschehen nicht einfach so“

Kraftvolle, prosaische Familiengeschichte
S. Fischer, 2013, 400 Seiten


Der Roman erzählt die Geschichte der Familie Sai, einer Familie mit afrikanischen Wurzeln, die in Boston lebt, bis dem Vater, einem erfolgreichen Chirurgen, ein Kunstfehler zur Last gelegt wird. Daraufhin verläßt er nach 20 Ehejahren seine Frau und die vier Kinder und kehrt nach Ghana zurück. Die Familie zerbricht daran.


Die Geschichte des Buches beginnt 16 Jahre später mit dem Tod des Vaters, der plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt. Die Familie, die bis dahin überall verstreut war und jeder auf der Suche nach seinem persönlichen Lebensinhalt, nähert sich durch den Tod des Vaters wieder an. Im Haus der Mutter in Ghana, in das sie zurückgekehrt ist, treffen sich alle, um Abschied zu nehmen.


Stil/Sprache:
Der Autorin ist mit ihrem teils autobiografischen Roman ein sprachlich gelungenes Debüt geglückt. Kurze, knappe Sätze wechseln sich ab mit metaphorischen Formulierungen, ohne dabei ins kitschige abzugleiten.


Taiye Selasi prägte den Begriff "Afropolitan" und beschreibt damit jene jüngste Generation afrikanischer und kosmopolitischer Emigranten, die auf die Frage nach ihrer Herkunft keine einfache Antwort kennt. Die in dem Roman beschriebenen Charaktere bringen die Suche nach dem persönlichen Glück glaubhaft nahe.


Plot/Dramaturgie:
Es ist eine Familiengeschichte, die interessant aufgebaut ist. In Rückblenden erfährt der Leser mehr über die Personen, über ihr Leben und ihre Erlebnisse. Gerne hätten einige von uns mehr über die Geschichte Ghanas und Nigerias erfahren.


Gesamtbewertung:
Bei den meisten Leser/innen kam das Buch gut bis sehr gut an. Es erreicht eine Gesamtpunktzahl von 3,3. ()

 

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