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Mirko Bonné - Lichter als der Tag

Abb. © Verlag
Buchkritik

Yasmina Reza: "Glücklich die Glücklichen“

Episodenroman über Paare und ihre Probleme
Carl Hanser Verlag, 2014, 175 Seiten


Das Buch beginnt mit einer Episode der Toscanos, Odile und Robert, die in der Mitte eines Netzwerkes stehen. Sie streiten sich über den „falschen Kauf“ einer Käsesorte, die Situation eskaliert und entlädt sich schließlich in einem Ringkampf um die Autoschlüssel. Im Laufe des Buches erweitert sich der Kreis der Handelnden, Hauptfiguren der einen Episode sind Nebenfiguren in der nächsten ...


Stil & Sprache:
Die Schauspielerin und Theaterdramaturgin Yasmin Reza kann auch in ihrem Buch ihre Affinität zum Theater nicht verleugnen. Bei ihrer Wortwahl handelt es sich fast um Regieanweisungen, die schlaglichtartig auf eine Situation hinsteuern. Die Dialoge sind teilweise skurril, trivial und bitter, aber immer sehr glaubhaft. “Dem Einfachen entspringt das Pathetische“, hat Yamin Reza einmal über ihr eigenes Schreiben gesagt.


Plot & Dramaturgie:
Der Roman von Yasmin Reza ist kurz, es handelt sich um einen Episodenroman, der das Leben der oberen Mittelschicht in Episoden mit Eltern, Freunden, Geliebten und Vertrauten beschreibt. Gern gelesen: Jede der kurzen Episoden samt ihren Ehe- und Beziehungswahrheiten liest sich gut, doch in der Fülle aneinandergereiht verlieren sie an Reiz.


Spätestens ab der Mitte des Buches geht der Überblick über die Figuren verloren und damit auch das Interesse an den immer wieder neuen Konstellationen und Tiefschlägen.


Bewertung:
Die Jury war gespalten bei der Bewertung des Buches, die Bewertung reichte von 1,0 bis zu 4,25 Punkten, von trivial bis genial. Einige haben es gern gelesen, einige nicht. Das Gesamtergebnis lag daher im Schnitt bei 2,8 Punkten, von 5 möglichen Punkten. ()

 

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